Kern des Fähigkeitsprofils der Gebirgstruppe sind die Heeresbergführer. Sie sind die am höchsten qualifizierten Spezialisten für den Einsatz im schwierigen Gelände und unter extremen Witterungsbedingungen.

01
Führen
Im Einsatz führen Heeresbergführer selbst Truppe im schwierigen Gelände und unter extremen Witterungsbedingungen.
Mit der Ausbildung zum Heeresbergführer werden ausgewählte Feldwebel und Offiziere zusätzlich befähigt, Soldaten im Gebirge zu führen. Im Mittelpunkt stehen Führungstaktik und Führungstechnik im Gelände. Ziel ist, die Truppe einsatzbereit und durchhaltefähig in den Einsatzraum zu bringen und dort einzusetzen.

02
Ausbilden
In der Truppe sind Heeresbergführer fachlich verantwortlich für die gebirgsspezifische Ausbildung.
Sich im schwierigen Gelände und unter extremen Witterungsbedingungen zu bewegen, dort zu überleben und sogar kämpfen zu können, ist die Spezialisierung der Gebirgstruppe. Dafür braucht es intensive und fordernde Ausbildung. Heeresbergführer bilden Anfänger, Fortgeschrittene und den eigenen Nachwuchs aus.

03
Retten
Behelfsmäßige und planmäßige Bergrettung, in Ausbildung und Einsatz und gemeinsam mit zivilen Rettern.
Heeresbergführer können spontan mit wenigen Mitteln retten. Für die planmäßige Bergrettung hat die Gebirgstruppe eigenes Gerät. Es kommt im Auslandseinsatz oder bei Großereignissen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit zum Einsatz. Vor Ort führt der Heeresbergführer den militärischen Beitrag zur Rettung.

04
Beraten
Heeresbergführer beraten höheres Führungspersonal in gebirgstaktischen und gebirgstechnischen Angelegenheiten.
Heeresbergführer ist in der Bundeswehr eine Zweitfunktion. In erster Linie führen Heeresbergführer zum Beispiel einen Gebirgsjägerzug oder eine Gebirgsjägerkompanie. Ihr Wissen bringen sie zusätzlich ein. So gibt es Heeresbergführer auf allen Führungsebenen der Gebirgstruppe, die Vorgesetzte, Kameraden und Untergebene in Fragen des Gebirges beraten.
Außerdem
Über die Gebirgstruppe hinaus
Auch Soldaten anderer Truppenteile und verbündeter Streitkräfte durchlaufen den Lehrgang. In den Gebirgsjägerbataillonen stehen Heeresbergführertrupps bereit, die andere Truppenteile im schwierigen Gelände unterstützen.
Einsatz
Gebirgsjäger stellen Kräfte für die Einsätze der Bundeswehr, und mit ihnen die Heeresbergführer. Im Kosovo und in Afghanistan gab es über mehrere Jahre ein eigenes Heeresbergführerelement für die Rettung aus extremem Gelände. Heute ist die Landes- und Bündnisverteidigung der Kernauftrag der Gebirgsjägerbrigade 23. Mit Finnland und Schweden in der NATO gewinnt dabei der Hohe Norden an Gewicht: Die Gebirgsjäger üben regelmäßig in Norwegen, zuletzt 2026 bei Cold Response. Kälte, Schnee und wegloses Gelände verlangen dort genau das Können der Heeresbergführer.
