Ausbildung

Drei Bergsteiger in Tarnkleidung gehen hintereinander über einen schmalen Schneegrat, dahinter Gipfel und Wolken

Ausbildung

Heeresbergführer werden

Ein Jahr Lehrgang, im Sommer und im Winter, in fünf Ländern. Danach gehören Sie zu den Spezialisten der Gebirgstruppe für schwieriges Gelände und extremes Wetter.

  • 1 Jahr Lehrgang
  • 16 Module Sommer und Winter
  • 5 Länder DE · AT · IT · CH · FR

Fels. Eis und Firn. Ski. Lawinen. Bergrettung. Hubschrauber.

Der Weg zum Heeresbergführer

Die Ausbildung steht Zeit- und Berufssoldatinnen und -⁠soldaten ab Feldwebel oder Offizier offen. Mit Vorbereitung und Auswahl sollten Sie für den ganzen Weg zwei bis drei Jahre rechnen.

Anwärterinnen und Anwärter mit Startnummern und Rucksack am Start der Konditionsprüfung, der Prüfer daneben schaut auf die Uhr

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Was Sie mitbringen

Feldwebel oder Offizier, mit Kondition, Kletter- und Skikönnen. Davor liegen die Stufen Gebirgsausbilder und Heereshochgebirgsspezialist.

  • Eignungsprüfung in sechs Teilen Seilfrei im Schrofengelände, Fels, Ski, Eis‑Mixed, Kondition und Praxis aus der Stufe Heereshochgebirgsspezialist. Alle sind zu bestehen.
  • 700 Hm und rund 5 km im Aufstieg Die Konditionsprüfung.
  • 2 Jahre Restdienstzeit Nach dem Lehrgang muss Ihre Dienstzeit noch mindestens zwei Jahre laufen.

Wie bereite ich mich vor? ›

Soldat mit Helm und Steigeisen klettert eine Granitplatte hinauf, dahinter spitze Felsnadeln

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Teil Sommer

Sieben Module, vom Frankenjura bis in die Dolomiten.

Fels · Eis und Firn · Bergrettung · Führungstechniken · Gebirgskampf · Hubschrauber

Module und Gebiete auf der Karte ›

Soldat in Weißtarn springt mit Ski über eine Schneekante, Schnee stiebt auf

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Teil Winter

Neun Module, vom Arlberg bis ins Mont-Blanc-Gebiet. Dazu gehört die Skilehrerausbildung: die DSV-Grundstufe, darauf DSV-Instructor oder Skiausbilder HBF.

Ski und Skihochtour · Eis und Mixed · Steileis · Lawinensprengen · Bergrettung · Technisches Klettern

Module und Gebiete auf der Karte ›

Ein Jahr Lehrgang

Ein paar Eindrücke aus dem Lehrgang und der Gebirgsausbildung, im Sommer und im Winter.

Soldat klettert am Kalkfels im Wald
Klettern am Kalkfels Fels Basis · Teil Sommer
Soldat in Flecktarn mit Rucksack klettert am hellen Fels, von hinten gesehen
Mit Rucksack in der Wand Fels · Teil Sommer
Soldat mit Eisgeräten und Steigeisen in einer Gletscherwand
Eisgeräte in der Gletscherwand Eis Basis · Teil Sommer
Soldaten sichern eine Trage am Windenhaken an der Felswand
Trage am Windenhaken Hubschrauber · Teil Sommer
Soldaten in Flecktarn mit Helm und Gewehr auf dem Rücken steigen über einen Felsgrat, tief unten ein Stausee
Scharfschützen im Hochgebirge Gebirgs- und Winterkampfschule
Skifahrer in Schneetarn im steilen Tiefschnee, von hinten gesehen
Im Tiefschnee Skihochtour · Teil Winter
Kletterer in Schneetarn mit Helm und Steigeisen mit orangen Teilen im Eisfall
Im Eisfall Steileis · Teil Winter
Soldaten in Schneetarn stehen nebeneinander und sondieren mit Lawinensonden den Schnee
Sondierkette Bergrettung · Teil Winter
Soldaten in Schneetarn auf Ski ziehen einen Transportschlitten mit einem Verwundeten an Seilen über einen steilen Hang
Akja im Steilhang Bergrettung · Teil Winter
Hand an einer Anzündschnur über einem Holzbrett mit Zollstock, dahinter Kisten mit Gefahrzeichen
Sprengkapselzünder herstellen Lawinensprengen · Teil Winter
Drei Skitourengeher mit Pulka auf einem weiten Gletscher
Mit der Pulka über den Gletscher Skidurchquerung · Teil Winter
Retter mit Helm führen eine Trage mit Verletztem am Seil durch den Steilhang
Trage am Seil im Steilhang Planmäßige Bergrettung · Teil Winter
Soldaten in Schneetarn mit Gewehren gehen im verschneiten Gelände vor, einer legt vor einem Felsblock an, einer kniet im Vordergrund
Gefechtsschießen Teil Winter
Ausbilder und Soldat übereinander an Trittleitern in der Felswand
Trittleitern in der Wand Technisches Klettern · Teil Winter
Kletterer in einer steilen Granitwand unter einem Felsdach
Granitwand mit Felsdach Technisches Klettern · Teil Winter
Drei Soldaten in Flecktarn hängen an Seilen in einer großen Gletscherspalte
In der Gletscherspalte Mont-Blanc-Gebiet
Soldat in Flecktarn mit Helm, Rucksack und Seil an einer Schneeflanke, dahinter Eiswände
Mit Seil an der Spalte Mont-Blanc-Gebiet
Gruppe auf Skitour im Aufstieg unter blauem Himmel
Skihochtour Pflichtweiterbildung

Ausbildungsgebiete

Fünf Länder, ein Lehrgang

Von Mittenwald aus in die Gebiete des Lehrgangs, nach dem Lehrgangsplan 2025. Gebiete und Reihenfolge können sich von Jahr zu Jahr ändern.

Karte der Ausbildungsgebiete: Teil Sommer im Frankenjura, im Wilden Kaiser, in den Hohen Tauern, den Dolomiten und den Tuxer Alpen; Teil Winter am Arlberg, im Ahrntal, im Kleinwalsertal, im Wetterstein, in den Schweizer Alpen, im Val di Mello und im Mont-Blanc-Gebiet; dazu MittenwaldDEUTSCHLANDÖSTERREICHSCHWEIZITALIENFRANKREICH1Frankenjura2Wilder Kaiser3Hohe Tauern4Dolomiten5Tuxer Alpen6Arlberg7Ahrntal8Kleinwalsertal9Wetterstein10Schweizer Alpen11Val di Mello12Mont-Blanc-GebietMittenwald

Teil Sommer

Sieben Module

  • FrankenjuraFels Basis Ausbilderbefähigung Fels, persönliches Können, behelfsmäßige Bergrettung
  • Wilder KaiserFels alpin Technik und Taktik des Führens, Seilgeländer im Fels
  • Hohe TauernEis Basis Frontal- und Vertikalzackentechnik, Führen in Eis, Firn und kombiniertem Gelände
  • MittenwaldSicherungsanlagen Seilgeländer, Seilrutsche, Seilsteg
  • DolomitenFels Führen, persönliches Können, Ausbilden, behelfsmäßige Bergrettung
  • Tuxer AlpenGebirgskampf Vorgesetzte beraten, Gelände gangbar machen
  • MittenwaldHubschrauber Zusammenarbeit mit Hubschraubern, Bergung mit der Winde

Teil Winter

Neun Module

  • ArlbergSki Ausbilderbefähigung Ski, Lawinenkunde, von der Piste ins Gelände
  • AhrntalSteileis Führen und Sichern im Steileis, persönliches Können
  • KleinwalsertalSkitour und Bergrettung Führen im winterlichen Hochgebirge, Gruppen planen
  • WettersteinLawinensprengen Sprengen vom Boden und aus dem Hubschrauber, Sprengberechtigung Gebirge
  • Schweizer AlpenSkihochtour Führen im Winter, persönliches Können im freien Gelände
  • Schweizer AlpenSkidurchquerung Führen im Winter, persönliches Können Ski, Planung mehrtägiger Touren
  • MittenwaldPlanmäßige Bergrettung Verankerungen, Seilwinde, Transportbahnen
  • Val di MelloTechnisches Klettern Fixseile, Materialtransport, schweres technisches Klettern mit Biwak
  • Mont-Blanc-GebietEis und Mixed Führen in kombiniertem Gelände, Selbst- und Kameradenrettung
Bei der Ernennung wird das Heeresbergführerabzeichen an die graue Uniformjacke gesteckt

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Ernennung

Am Ende des Lehrgangs steht die feierliche Ernennung zum Heeresbergführer.

In der Truppe bleibt Ihre Hauptaufgabe, etwa die Führung eines Zuges. Als Heeresbergführer beraten Sie zusätzlich Ihre Vorgesetzten im Gebirge und bilden in Ihrer Einheit aus.

Gruppe auf Skitour am Schneegrat, Blick in die Berge

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Weiterbildung

Wer ernannt ist, bleibt in Übung und bildet sich weiter.

  • Jedes Jahr drei Führungstouren und drei Skihochtouren Nachgewiesen im Heeresbergführerbuch.
  • Alle vier Jahre Pflichtweiterbildung In Sanitätswissen, Alpin und Sprengen.

Nachwuchs

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns.

Wer wird zum Lehrgang zugelassen?

Zeit- und Berufssoldatinnen und -⁠soldaten ab Feldwebel oder Offizier, vor allem aus der Gebirgsjägerbrigade 23, daneben aus anderen Truppenteilen und der Gebirgssanität. Nach dem Lehrgang muss Ihre Dienstzeit noch mindestens zwei Jahre laufen.

Wie melde ich mich für den Lehrgang?

Über Ihre Einheit. Sagen Sie Ihrem Zugführer oder Kompaniechef, dass Sie Heeresbergführer werden möchten. Ihr Disziplinarvorgesetzter entscheidet, ob Sie als Anwärterin oder Anwärter aufgenommen werden. Zum Lehrgang kommt, wer danach die Eignungsprüfung besteht, und zwar in allen sechs Teilen: seilfrei im Schrofengelände, Fels, Ski, Eis-Mixed, Kondition und eine praktische Prüfung zu Themen des Heereshochgebirgsspezialisten.

Wie bereite ich mich vor?

Der Lehrgang setzt voraus, dass Sie schon sicher am Berg unterwegs sind: Skifahren, Klettern, Gehen mit Steigeisen und Kondition. Grundlagen werden dort nicht mehr vermittelt. Das gemeinsame Vorbereitungsprogramm für Anwärterinnen und Anwärter ist keine Pflicht, bereitet aber gezielt darauf vor. Anwärterin oder Anwärter werden Sie nur als Soldatin oder Soldat, über Ihre Einheit (siehe „Wie melde ich mich für den Lehrgang?“). Ohne Bundeswehr ist eine Teilnahme am Programm deshalb nicht möglich.

Wie lange dauert die Ausbildung, und wo findet sie statt?

Der Lehrgang dauert rund ein Jahr, aufgeteilt in einen Teil Sommer und einen Teil Winter. Verantwortlich ist die Gebirgs- und Winterkampfschule in Mittenwald. Ausgebildet wird in wechselnden Gebieten (Karte oben). Die meisten Module finden außerhalb von Mittenwald statt, Sie sind also oft wochenweise von zu Hause weg. Mit Vorbereitung und Auswahl sollten Sie für den ganzen Weg zwei bis drei Jahre rechnen.

Kann ich als Frau Heeresbergführerin werden?

Ja, die Ausbildung steht Soldatinnen genauso offen wie Soldaten. 2012 wurden in Mittenwald zum ersten Mal zwei Soldatinnen zu Heeresbergführerinnen ernannt.

Ich bin nicht bei der Bundeswehr. Kann ich trotzdem Heeresbergführer werden?

Nicht direkt. Heeresbergführer ist eine Ausbildung der Bundeswehr für Zeit- und Berufssoldatinnen und -⁠soldaten ab Feldwebel oder Offizier. Der übliche Weg führt über die Gebirgsjägertruppe: Sie verpflichten sich in der Gebirgsjägertruppe für die Laufbahn der Feldwebel oder Offiziere und melden sich später in Ihrer Einheit für den Lehrgang. Ein Beratungsgespräch zum Einstieg vereinbaren Sie auf bundeswehrkarriere.de. Wer ohne Bundeswehr Bergführer werden will, geht den zivilen Weg zum staatlich geprüften Berg- und Skiführer.

Darf ich als Heeresbergführer auch zivil führen?

Teilweise. In Bayern dürfen Bergsteigerschulen Heeresbergführer als Lehrkräfte einsetzen (§ 3 Bayerische Berg- und Skischulverordnung). Wer auf eigene Rechnung gegen Geld führt, betreibt rechtlich selbst eine Bergsteigerschule. Leiten darf sie nur, wer die staatliche Prüfung zum Berg- und Skiführer abgelegt hat oder wessen Qualifikation die TU München als gleichwertig anerkennt. Für diese Prüfung bietet der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr Heeresbergführern einen verkürzten Weg. Solange Sie im Dienst sind, brauchen Sie für bezahltes Führen eine Nebentätigkeitsgenehmigung. Für andere Bundesländer und das Ausland gilt deren eigenes Recht.

Welche Pflichten habe ich nach der Ernennung?

Aktive Heeresbergführer führen jedes Jahr mindestens drei Führungstouren und drei Skihochtouren im geforderten Schwierigkeitsgrad und weisen sie im Heeresbergführerbuch nach. Alle vier Jahre kommen Pflichtweiterbildungen in Sanitätswissen, Alpin und Sprengen dazu. In der Truppe bleibt Ihre Hauptaufgabe, etwa die Führung eines Zuges. Als Heeresbergführer beraten Sie zusätzlich Ihre Vorgesetzten im Gebirge und bilden in Ihrer Einheit aus.

Wobei hilft der Verband?

Der VdHBF fördert den Nachwuchs und beantwortet Ihre Fragen zu Anforderungen und Vorbereitung. Ausbildung, Auswahl und Zulassung liegen allein bei der Bundeswehr. Anträge laufen über Ihre Einheit, nicht über den Verband.

Kletterer als Umriss am Seil unter einem Felsdach, darunter Tal und Gipfel

Der erste Schritt: Ihre Einheit

Sagen Sie Ihrem Zugführer oder Kompaniechef, dass Sie Heeresbergführer werden möchten. Fragen zu Anforderungen und Vorbereitung beantwortet der Verband.

Noch nicht bei der Bundeswehr? Ein Beratungsgespräch zum Einstieg vereinbaren Sie auf bundeswehrkarriere.de.